Übungen Modul 1

Lektion 01 - Die Kamera kennenlernen und verstehen

Kamerafunktionen
Nehmen Sie Ihre Kamera zur Hand und überprüfen Sie bei jedem Knopf, Schalter, Hebel oder Anschluss, ob Sie diese Funktion kennen, verstehen und wissen, wie Sie diese Einstellung in der Praxis einsetzten. Falls nicht, konsultieren Sie Ihr Kameramanual und testen diese Funktion aus.

Kameramenüs
Gehen Sie in die Menüsteuerung Ihrer Kamera. Schauen Sie alle Menüpunkte an und überprüfen Sie, ob Sie die Bedeutung dieser Funktionen kennen. Bei Unklarheiten verwenden Sie die Hilfefunktion im Menü oder konsultieren Sie Ihr Kameramanual. Falls es Ihre Kamera ermöglicht, konfigurieren Sie Ihre Menüeinstellungen nach Ihren Bedürfnissen und legen ein Verzeichnis mit den am häufigsten in der Praxis verwendeten Einstellungen an (z.B. Spiegelvorauslösung, Selbstauslösevorlaufzeit, Formatierung).

Lektion 02 - Die eigenen Objektive testen

Objektivtest
Testen Sie Ihre Objektive zu folgenden Grundfragen: Bei DSLR-Kameras: Genauigkeit der Fokussierung (Phasenverschiebung) mit dem Lenscale. Beste Schärfenleistung (z.B. mit Buchrücken oder Messkarte). Wiedergabe des Bokeh mit glitzernden Gegenständen. Verzeichnungen mit Rasterpapier. Verhalten bei Gegenlichtaufnahmen (ungewollte Reflexionen, Farbsäume). Chromatische Aberration (Unschärfe bei farbigem Licht) (freiwillig). Halten Sie die Messresultate in einer Tabelle fest und notieren Sie sich die gemachten Erkenntnisse und offenen Fragen.

Objektivkennwerte
Jedes Objektiv besitzt eigene Objektivkennwerte, die Sie kennen sollten. Erstellen Sie für jedes Objektiv ein Datenblatt mit folgenden Angaben: Objektiv, Brennweite, Grösse, Gewicht, Blendenbereich, Sonnenblende, Filterdurchmesser, Autofokus, Bildstabilisator, beste Schärfe, Bokeh, Verzeichnung.

Schärfentiefe
Suchen Sie eine geeignete Aufnahmesituation, wo Sie die Wirkung der Schärfentiefe gut darstellen können. Testen Sie dann die folgenden drei Methoden zum Verstärken der Wirkung der Schärfentiefe: Wahl der Blendenöffnung. Bedeutung des Abbildungsmassstabs. Staffelung der Motive in die Tiefe.

Bildbeispiele Objektivtests

Lektion 03 - Mit Blende und Belichtungszeit arbeiten

Bewegungen festhalten
Suchen Sie ein sich schnell bewegendes Motiv (fahrendes Auto, springender Mensch, Eisenbahn) und testen Sie dann die folgenden drei Methoden zum Festhalten der Bewegungen aus: Eine kurze Belichtungszeit »friert« ein sich bewegendes Motiv ein. Eine mittlere Belichtungszeit und ein Mitziehen der Kamera zeigt das sich bewegende Motiv scharf, verwischt aber den Hintergrund. Eine lange Belichtungszeit lässt das sich bewegende Motiv verwischen.

Belichtungsmessung und Histogramm
Suchen Sie nach Lichtsituationen zu diesen drei Hauptlichtverhältnissen: Ausgewogene Motive (z.B. im Freien mit der Sonne im Rücken). Kontrastarme Motive (z.B. weisse Wand). Kontrastreiche Motive (z.B. gegen die Sonne oder ein Blitzlicht). Machen Sie Testaufnahmen und überprüfen Sie das Histogramm und stellen fest, wie es aussieht. Welche Messmethode der Belichtung eignet sich am besten für welche Lichtsituation?

Staffelung der Motive
Suchen Sie Motive, die eine starke Tiefenwirkung entfalten (z.B. Gläserreihe, Korridor). Testen Sie dann damit die Wirkung verschiedener Blendeneinstellungen aus. Welche Blendeneinstellungen zeigen das Motiv am interessantesten?

Bildbeispiele Blende und Belichtungszeit

Lektion 04 - Die Kamera mit verschiedenen Methoden auslösen

Aufnahmebetriebsarten und Autofokussierung
Suchen Sie geeignete Motive, um die verschiedenen Aufnahmebetriebsarten in der Praxis auszutesten. Finden Sie heraus, welche Betriebsart sich für welche Aufnahmesituationen am besten eignet. Kombinieren Sie die geeigneten Aufnahmebetriebsarten mit den Möglichkeiten der Autofokussierung und finden Sie heraus, welche Kombinationen sich am besten für sich bewegende Motive eignen..

Verwacklungen
Suchen Sie ein filigranes Motiv in der Bildmitte in einem mittleren Abstand. Nehmen Sie dieses mit unterschiedlichen Aufnahmepositionen und verschiedenen Zeiten auf (von 1/500 bis 1 Sekunde). Untersuchen Sie mit der Lupenfunktion auf dem Display, wie stark diese Aufnahmen verwackelt sind. Machen Sie diese Übung mit und ohne Vibrationsreduktion. Halten Sie fest, welche Aufnahmezeiten Sie mit welcher Brennweite in welcher Aufnahmeposition mit und ohne Vibrationsreduktion noch ruhig auslösen können.

Mehrfachaufnahmen
Suchen Sie ein sich schnell bewegendes Motiv (fahrendes Auto, springender Mensch, Eisenbahn). Nehmen Sie dann in einer schnellen Folge mehrere Aufnahmen des gleichen Motivs auf. Versuchen Sie diese Mehrfachaufnahmen mit der Kamera oder mit der Bildbearbeitung in ein Bild zu integrieren.

Intervallaufnahmen
Finden Sie heraus, ob Ihre Kamera über eine Intervallaufnahmefunktion verfügt. Falls ja testen Sie diese mit verschiedenen Aufnahmeserien aus.

Bildbeispiele Auslösung

Lektion 05 - Den eigenen Kamerasensor kennenlernen

Verschiedene Kamerasysteme
Fotografieren Sie den genau gleichen Bildausschnitt vom gleichen Aufnahmestandort aus mit unterschiedlichen Blendeneinstellungen und unterschiedlichen digitalen Kameras. Vergleichen Sie anschliessend die Resultate: Wie wird die Unschärfe abgebildet? Wie ist das Rauschverhalten? Wie ist die Pixelqualität? Wie ist die Abbildungsschärfe? Wie ist das Kontrastverhalten? Wie ist die Farbwiedergabe? Variieren Sie die Motive (ausgewogene, kontrastarme und kontrastreiche Motive).

Rauschen
Fotografieren Sie bei wenig Licht mit verschiedenen Kameras und unterschiedlichen ISO-Werten (ab Stativ). Vergleichen Sie dann die Resultate der verschiedenen ISO-Eistellungen und untersuchen Sie, wie stark sich das Rauschen bei Ihrer Kamera auf die Bildqualität auswirkt. Vergleichen Sie die Resultate verschiedener Kameras untereinander. Welche Kameras zeigen das beste Rauschverhalten?

Bildbeispiele Sensor

Lektion 06 - Mit Dauerlicht fotografieren

Weissablgeich
Überprüfen Sie die technischen Möglichkeiten Ihrer Kamera im Bereich des Weissabgleichs: Welche Weissabgleichseinstellungen können eingestellt werden? Wie funktioniert der manuelle Weissabgleich auf einer Graukarte? Wie werden die Bilder farblich wiedergegeben bei verschiedenen Weissabgleichseinstellungen zu verschiedenen Lichtquellen? Wie reagiert der automatische Wissabgleich bei Mischlichtsituationen? Testen Sie alle diese Funktionen in der Praxis aus und notieren Sie sich dazu allfällige Fragen und Erkenntnisse.

Kontrastreduktion ohne Blitzgerät
Versuchen Sie mit verschiedenen Hilfsmitteln, ein kontrastärmeres Bild zu erhalten (z.B. bei einem Gegenlichtporträt im Freien): Reflektoren, Diffusoren, Aufnahmen im Schatten, Einsatz von Improvisationen (z.B. Styroporplatten), Belichtungsreihen und Photoshop (HDR-Technik). Welche Erkenntnisse erhalten Sie durch die gemachten Testaufnahmen? Welche Methoden eignen sich besonders gut in der Praxis?

Bildbeispiele Dauerlicht

Lektion 10 - Aufnahmesituationen untersuchen

Untersuchung des Motivs
Wählen Sie eines der folgenden fotografischen Themen aus: Architekturfotografie, Landschaftsfotografie, Tierfotografie, Streetlife-Fotografie, Portraitfotografie. Überlegen Sie sich die besonderen Anforderungen bei diesem fotografischen Thema, die bei der Untersuchung des Motivs beachtet werden sollten.

Bildgestaltung (UFO-Regel)
Wählen Sie aus Büchern oder vom Internet zwei bis drei Bilder aus, die Sie stark ansprechen. Finden Sie in diesen Bildern mögliche Gestaltungsregeln und beschreiben Sie die Vorgehensweise des Fotografen nach der UFO-Regel (Untersuchung - Freistellung - Organisation).

Bildbeispiele Bildgestaltung 1

Lektion 11 - Bilder bewusst gestalten

Fremde Bilder
Wählen Sie zwei Bilder von ausgezeichneten Fotografen aus. Beantworten Sie dann folgende Fragen: Welche Gestaltungmittel hat der Fotograf eingesetzt? Wie wirken sich diese Gestaltungsmittel auf die Wirkung des Bildes auf den Betrachter aus? Gäbe es alternative Gestaltungsmöglichkeiten, die das gleiche Ziel auch erreichen könnten?

Eigene Bilder
Wählen Sie zwei eigene Bilder aus. Beantworten Sie dann folgende Fragen: Welche Gestaltungmittel haben Sie bewusst eingesetzt? Wie wirken sich diese Gestaltungsmittel auf die Wirkung des Bildes auf den Betrachter aus? Gäbe es alternative Gestaltungsmöglichkeiten, die das gleiche Ziel auch erreichen könnten?

Bildbeispiele Bildgestaltung 2

Lektion 12 - Fotografenportraits erstellen

Stellen Sie einem Kollegen oder einer Gruppe von Fotografen einen bedeutenden historischen Fotografen vor, der seinen Arbeitsschwerpunkt im 19. Jahrhundert oder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte. Dabei sollen insbesondere folgende Aspekte beachtet werden: In welchem Umfeld ist der Fotograf aufgewachsen, was und wer hatte Einfluss auf ihn ausgeübt? Wie hat der Fotograf gearbeitet (Kamera, Aufnahmetechnik)? Was ist das Besondere an seiner Bildsprache? Welchen Einfluss haben seine Bilder oder seine Arbeit auf die heutige Fotografie? Was können wir von ihm lernen? Die Kurzvorträge sollten ca. 20-30 Minuten dauern.

Lektion 14 - Selbstlernaktivitäten mit Elektronenblitzgeräten

Elektronenblitzgerät
Überprüfen Sie die technischen Möglichkeiten Ihres Elektronenblitzgerätes. Beantworten Sie dabei folgende Fragen: Welche Leitzahl besitzt das Blitzgerät? Welche Blitzweiten erreicht das Gerät bei ISO 100 und verschiedenen Zoomeinstellungen? Wie beweglich ist der Blitzkopf? Welche Hilfsmittel zur Veränderung der Lichtqualität werden mitgeliefert? Welche Steuerungsmethoden können eingestellt werden? Kann das Blitzgerät als Master oder Slave (oder beides) eingesetzt werden? Hat das Blitzgerät eine Stroboskopfunktion? Kann das Gerät manuell betrieben werden und wie klein ist die minimalste Leistung? Welche zusätzlichen speziellen Funktionen besitzt das Blitzgerät und wie beurteilen Sie deren Nützlichkeit in der Praxis? Testen Sie alle diese Funktionen in der Praxis aus.

Farbtemperatur
Mit Photoshop kann die weisse Lichtfarbe des Blitzes bei Mischlicht nur schwierig entfernt werden, weil im Bild sich zwei Farbtemperaturen mischen (die Farbtemperatur des Hintergrundlicht mit ca. 3'000 Kelvin und das Blitzlicht mit ca. 5'500 Kelvin). Die weisse Farbe des Blitzlichtes kann eliminiert werden, wenn Folien mit der aktuellen Farbtemperatur der Umgebung verwendet werden: grüne Folie bei Neonlicht, orange Folie bei Innenräumen. Sofern Sie solche Folien bei Ihrem Blitzgerät mitgeliefert bekommen haben, machen Sie entsprechende Testaufnahmen mit Ihrer Ausrüstung in Räumen mit Kunstlicht. Versuchen Sie dabei eine möglichst ausgeglichene Lichtsituation mit richtiger Farbwiedergabe und ohne Farbstiche zu erreichen.

Farbtemperatur
Mit Photoshop kann die weisse Lichtfarbe des Blitzes bei Mischlicht nur schwierig entfernt werden, weil im Bild sich zwei Farbtemperaturen mischen (die Farbtemperatur des Hintergrundlicht mit ca. 3'000 Kelvin und das Blitzlicht mit ca. 5'500 Kelvin). Die weisse Farbe des Blitzlichtes kann eliminiert werden, wenn Folien mit der aktuellen Farbtemperatur der Umgebung verwendet werden: grüne Folie bei Neonlicht, orange Folie bei Innenräumen. Sofern Sie solche Folien bei Ihrem Blitzgerät mitgeliefert bekommen haben, machen Sie entsprechende Testaufnahmen mit Ihrer Ausrüstung in Räumen mit Kunstlicht. Versuchen Sie dabei eine möglichst ausgeglichene Lichtsituation mit richtiger Farbwiedergabe und ohne Farbstiche zu erreichen.

Kurzzeitsynchronisation
Bei der Kurzzeitsynchronisation gelten folgende Regeln: Mit der Kurzzeitsynchronisation kann auch mit kürzeren Verschlusszeiten, die kürzer sind als die offizielle Blitzsynchronisationszeit (z.B. 1/250 s) fotografiert werden. Es wird ein kurzfristiges Dauerlicht erzeugt. Die maximale Blitzleistung wird bei Kurzzeitsynchronisation stark reduziert, weil der Blitz jetzt nicht nur einen einzigen Blitz schicken kann, sondern in kurzer Zeit mehrere Blitze schicken muss. Die Distanzanzeige beim Blitzgeräte zeigt die reduzierte Blitzdistanz mit der Kurzzeitsynchronisation an (wenn die Blitzzeit kürzer als 1/250 s wird.

Blitzeinstellungen
Testen Sie die folgenden Blitzeinstellungen in der Praxis aus: Manuell (M) am Blitzgerät mit Vorgabe der Leistung 1/1 bis 1/128, der Blitz befiehlt (definiert die Blitzleistung). TTL oder TTL/BL / eTTL (Einbezug des Restlichtes): TTL berechnet die Lichtleistung auf die fokussierte Distanz, die Kamera befiehlt (=definiert die Blitzleistung). A oder AA (nur Nikon): Ein Sensor des Blitzgerätes misst das Bild aus und reguliert so die Lichtmenge (der Sensor im Blitz definiert die Blitzleistung). RPT (Serienblitze): Hz entspricht der Anzahl Blitze pro Sek: 5 Hz mit 5 Blitzen ergibt eine Verschlusszeit von 1 s.

Auslösetechnik
Testen Sie die verschiedenen Auslösemöglichkeiten mit Ihrem Blitzgerät in der Praxis aus: TTL Kabel bzw Verlängerungskabel: Vorteil: Alle Funktionen bleiben verfügbar (z.B. Strobo). Nachteil: beschränkte Reichweite. Infrarot: Vorteil: Es wird nur ein Sender benötigt (kostengünstig), weil der Blitz einen Infrarot-Empfänger hat. Nachteil: Eine direkte Sichtverbindung von Kamera zum Blitz-Infrarot-Sensor ist nötig. Bei den einfachen Infrarotfernauslöser im Fotostudio wird nur das Auslösesignal übermittelt. Funk: Vorteil: Grosse Reichweite und sichere Auslösung. Nachteil: Es braucht immer einen Sender und einen Empfänger (teuer). Bei den einfachen Funkfernauslöser im Fotostudio wird nur das Auslösesignal übermittelt. Lichtimpuls: Bei einzelnen Blitzgeräten (z.B. Nikon mit SU4) kann das Gerät so eingestellt werden, dass es bei jedem Lichtimpuls auslöst. Vorteil: Kostengünstige und einfache Lösung. Nachteil: Nur Auslösesignal, keine TTL-Steuerung und Serienblitzfunktion möglich.

Master-Slave-Steuerung
Sofern Ihr Blitz sich für die Master-Slave-Steuerung eignet, testen Sie die Möglichkeiten Ihres System in der Praxis aus. Versuchen Sie dabei, die verschiedenen beteiligten Blitzgeräte unterschiedlich zu steuern. Achten Sie dabei auf folgende Punkte: Kanäle: Alle beteiligten Blitzgeräte müssen den selben Kanal eingestellt haben, um miteinander kommunizieren zu können. Gruppen: Sie können die Blitzgeräte verschiedenen Gruppen zuteilen und so individuell in ihrer Leistung steuern. Vorteil: Sehr flexible und individuell steuerbare Auslösemethode (mit eingebautem Blitz auch ohne Zusatzgeräte möglich). Nachteil: Diese Auslösemethode funktioniert nur mit kompatiblen Blitzgeräten.

Lektion 14 - Mit Elektronenblitzgeräten fotografieren

Weiches Portraitlicht
Versuchen Sie mit verschiedenen Hilfsmitteln, ein weicheres Blitzlicht für Portraitaufnahmen im Freien zu erhalten: integrierte weisse Karte oder mit Aufsatzdiffusor, Blitzen mit Faltreflektor (indirekt über Reflektor oder direkt durch Diffusor), Softbox vor Blitzgerät (ab Stativ mit Fernauslösung). Beim Blitzen mit der Softbox verwenden Sie eine gelernte Methode der Fernauslösung. Welche Methoden eignen sich besonders gut in Ihrer fotografischen Praxis?

Kurzzeitsynchronisation
Aktivieren Sie bei Ihrer Kamera die Kurzzeitsynchronisation (sofern vorhanden) und machen Sie im Freien Blitzaufnahmen mit einer offenen Blenden. Verwenden Sie dabei wenn möglich Verschlusszeiten von 1/1000 oder 1/2000 Sekunden (oder kürzer). Beachten Sie dabei die sehr kurzen Blitzdistanzen.

Maximale Blitzdistanz
Stellen Sie fest, wie weit Ihr Blitzgerät maximal ein Motiv ausleuchten kann. Diffusor vom Blitz entfernen, denn mit aufgesetztem Diffusor schaltet Blitz automatisch auf kleinste Weitwinkel-Brennweite. Blitz auf M 1/1 (=manuell, volle Leistung) stellen. Maximale Brennweite am Blitz einstellen. Blitzkopf im rechten Winkel nach vorne richten (wenn der Reflektor nicht nach vorne zeigt, können sich einzelne Funktionen deaktivieren (z.B. Zoom). Die maximale Reichweite (in Metern) wird meistens am Display des Blitzgerätes angezeigt.

Stroboskopaufnahmen
Fotografieren Sie Bewegungen in einem möglichst dunklen und grossen Raum und halten Sie verschiedene Phasen dieser Bewegung mit Stroboskopblitzen fest. Achten Sie dabei auf eine genügend lange Belichtungszeit, damit alle Blitze ausgelöst werden können. Hz entspricht der Anzahl Blitze pro Sek: 5 Hz mit 5 Blitzen ergibt eine Verschlusszeit von 1 s. Wählen Sie dabei eine nicht zu grosse Leistung (z.B. 1/8), sonst lösen nicht alle Blitze aus.

Strategien der Blitzfotografie
Testen Sie diese beiden Strategien für die Blitzfotografie in der Praxis aus: Bei einer gewählten Blende und einem definierten ISO-Wert wird die Helligkeit des Hintergrunds durch die Belichtungszeit, die Helligkeit des angeblitzten Vordergrund wird durch die Blitzleistung bestimmt: Der Hintergrund wird gesteuert durch die Verschlusszeit t (ausserhalb Blitz-Reichweite). Der Vordergrund wird gesteuert durch die Blitzleistung (innerhalb Blitz-Reichweite).

Strategie manuelle Einstellung
Methode, wenn genügend Zeit für Ausmessung mit Testaufnahmen zur Verfügung steht: Entscheid für f/ISO des Bildes (definiere die konstanten Werte), Blitz und Kamera auf M einstellen. Ev. Farbkorrektur durch Farbfolie über dem Blitz oder Weissabgleich der Kamera. Mit der Verschlusszeit den Hintergrund mit ein paar Testfotos (ohne Blitz) ausmessen. Mit der manuellen Blitzleistung den Vordergrund richtig ausleuchten.

Strategie automatische Einstellung
Methode bei Zeitdruck: Blitz auf TTL oder TTL/BL (eTTL) einstellen. Kamera auf P, S (Tv), A (Av) einstellen. Hintergrundhelligkeit mit +/- Taste der Kamera beeinflussen. Vordergrundhelligkeit mit +/- Taste für das Blitzgerät beeinflussen (Achtung: wenn die Belichtung mit – korrigiert wird, wird (bei Nikon) automatisch auch die Blitzleistung reduziert, der Blitz muss deshalb mit +1 gegenkorrigiert werde).

Lektion 15 - Mit Studioblitzgeräten fotografieren

Studioaufnahmen
Nehmen Sie mit Ihre Kamera in einem Fotostudio Bilder zu verschiedenen Lichtsituationen auf. Als Models dienen Ihnen dabei ein Kollege, ein Model oder eine Schaufensterpuppe.

Studio- und Portraitaufnahmen
Führen Sie nach eigenem Bildkonzept ein Shooting mit einem Model zum Thema Studio- und Porträtaufnahmen durch.

Lektion 16 - Rechtsfragen in der Fotografie lösen

Rechtsfragen Bildrechte
Überprüfen Sie Ihre eigenen Modelverträge, ob Sie Ihren Anforderungen auch genügen. Diskutieren Sie mit anderen Fotografen, welche Regelungen unbedingt aufgenommen werden müssen und auf welche Sie auch verzichten können. Erstellen Sie dann für sich Ihren Mustervertrag (für Pay-Shootings wie auch für TFP-Shootings), den Sie in Zukunft verwenden möchten.

Rechtsfragen selbstständige Tätigkeit
Halten Sie fest, welche Voraussetzungen für eine selbstständige Tätigkeit Sie bereits erfüllen und welche Bewilligungen oder Meldungen Sie noch machen müssen.

Lektion 17 - Die Regeln des Marketing und des Verkaufs kennenlernen

SWOT-Analyse und Vision/Mission
Erstellen Sie eine SWOT-Analyse für Ihre eigene Situation. Formulieren Sie aufgrund der Erkenntnisse der SWOT-Analyse eine Vision und Mission für ihre Unternehmung.

Businessplan
Erstellen Sie aufgrund der SWOT-Analyse einen Businessplan für Ihre eigene Unternehmung oder Ihre Tätigkeit als Fotograf.