Übungen Modul 2

Lektion 02 - Form-Auge 1: Abstrakte Formen entdecken

Ziel diese Übung ist es, stark wirkende, abstrakte Formenaufzunehmen, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen geben, welche Motive fotografiert wurden. Suchen Sie deshalb nach einem geeigneten Ort (z.B. das Verkehrshaus Luzern oder das Technorama Winterthur) mit vielen interessanten Motiven. Suchen Sie dort nach Bildausschnitten und Einstellungen, die solche abstrakte Formen auf eine möglichst grafische und wirkungsvolle Weise zeigen.

Bilder aus dem Verkehrshaus Luzern

Lektion 03 - Erzähl-Auge 1: Ein Ort portraitieren

Suchen Sie Motive, die einen erzählenden Charakter aufweisen (z.B. Porträt eines Ortes). Nehmen Sie diese Motive (diesen Ort) so auf, dass der erzählende Charakter verstärkt wird, die angedeutete »Geschichte« sich für den Betrachter entfalten kann. Untersuchen Sie dabei, wie sich die anderen »Augen« auf die Erzählung auswirken (z.B. durch das Arbeiten mit Formen, durch eine konsequente Bildgestaltung oder durch das Ansprechen von Gefühlen).

Momentaufnahme in Ebikon

Lektion 04 - Gefühls-Auge 1: Gefühle mit Mimik und Gestik ausdrücken

Suchen Sie ein geeignetes Fotomodel für diese Übung. Suchen Sie anschliessend passende Gesichtsausdrücke und Posen, die ein bestimmtes Gefühl ausdrücken. Nehmen Sie Ihr Model so auf, dass der gefühlsmässige Charakter und die gesuchte Aussage durch die Körpersprache (Mimik und Gestik) verstärkt wird. Machen Sie mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Gesten und Körperhaltungen und finden Sie heraus, welche am besten zur Situation passt und am stärksten wirkt. Untersuchen Sie dabei, wie sich die anderen »Augen« auf die Gefühle des Betrachters auswirken.

Sprechen mit der Körpersprache

Lektion 05 - Portraitshooting 1: Einfaches Portraitshooting durchführen

Machen Sie mit einem geeigneten Model Porträtaufnahmen im Freien, im Räumen oder im Fotostudio. Suchen Sie dafür geeignete Stellen und verwenden Sie dabei verschiedene Hilfsmittel (z.B. Zusatzlicht, Reflektoren, Diffusoren), die Sie benötigen, um die gewünschte Lichtstimmung und Bildstimmung zu erreichen. Setzen Sie auch bei Bedarf geeignete Requisiten und Accessoires ein. Versuchen Sie dabei, Ihr Wissen des Vier-Augen-Modells gezielt in das Bildkonzept zu integrieren (durch eine formale Gestaltung, Requisiten, Handlungen und dem Einbezug der Körpersprache).

Portraitshooting durch ein Fenster

Shootingplanung für ein Portraitshooting

Mit einer detaillierten Shootingplanung stellen Sie den Erfolg eines Shootings sicher! Die Art und der Umfang der Planung richtet sich nach Ihrem Shootingprojekt und Ihren eigenen Vorstellungen aus. Hinweise dazu finden Sie in Lektion 05. Erstellen Sie für Ihr Portraitshooting (Lektion 06) eine schriftliche Shootingplanung.

Beispiele von Shootingplanungen eines Portraitshootings

Lektion 06 - Portraitshooting 2: Ein Portraitshooting planen, durchführen und auswerten

Führen Sie nach Ihrem eigenen Bildkonzept ein Shooting mit einem selbst gewählten und organisierten Model zum Thema der Porträtfotografie durch. Wählen Sie die besten und aussagekräftigsten Bilder aus. Bearbeiten Sie diese Bilder mit Photoshop nach.

Shooting Mutter und Kind

Shooting Cowboy

Shootingauswertung für ein Portraitshooting

Mit Reflexion ist das Nachdenken über eine vergangene Situation aus der persönlichen Sicht. Die erlebte Situation wird noch einmal von allen Seiten beleuchtet und untersucht, um sie besser zu verstehen und bewusst aus ihr zu lernen. Je genauer die Situation, um die es geht, wahrgenommen und in ihren Einzelheiten beobachtet wurde, desto gründlicher und sinnvoller kann die Reflexion ausfallen. Gerade für Fotografen ist die Fähigkeit zur kritischen Selbstreflexion entscheidend für die Weiterentwicklung. Es ist schwierig, konstruktive und fundierte Rückmeldungen von anderen Fotografen zu erhalten. Umso wichtiger ist die Reflexion über die eigenen Leistungen. Erstellen Sie eine schriftliche Selbstreflexion zu Ihren Erfahrungen aus diesem Shooting (gemäss Angaben in Lektion 06).

Beispiele von Shootingreflexionen eines Portraitshootings

Lektion 07 - Form-Auge 2: Ein Stillleben gestalten und fotografieren

Formen Sie mit verschiedenen Gegenständen aus Ihrem Alltag ein Stillleben. Neben Sie dieses aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichem Licht auf. Achten Sie dabei insbesondere auch auf eine wirkungsvolle Platzierung der Gegenstände und eine gute Lichtführung, die die Dreidimensionalität der Gegenstände betont.

Stillleben mit Gegenständen aus dem Alltag

Lektion 08 - Erzähl-Auge 2: Reportage über eine Gasse oder einen Platz

Erstellen Sie eine Aufnahmeserie von 5 -6 Aufnahmen zu einer Altstadtgasse in Luzern (oder einer anderen Stadt). Halten Sie das Wesentliche, das Typische oder Spezielle dieser Gasse, ihren Länden und ihren Bewohnern oder Besuchern in Bildern fest. Variieren Sie dabei mit der Perspektive, dem Bildausschnitt und den Bildaussagen, sodass sich die Bilder nicht wiederholen. Achten Sie dabei aber darauf, dass die Serie doch eine erkennbare Einheit bildet.

Velos am Löwengraben in Luzern

Lektion 09 - Gefühls-Auge 2: Gefühle bei Tieren entdecken und festhalten

Erstellen Sie eine Aufnahmeserie von 5-6 Aufnahmen von Tieren mit erkennbaren Gefühlsausdrücken, die Sie in einem Zoo oder einem Tierpark aufgenommen haben. Halten Sie dabei vor allem die Augen, die Mimik und die Gestik der Tiere fest. Variieren Sie dabei mit der Perspektive, dem Bildausschnitt und den Bildaussagen, sodass sich die Bilder nicht wiederholen. Achten Sie dabei aber darauf, dass die Serie doch eine erkennbare Einheit bildet.

Tiere mit Gefühlsausdrücken im Zoo Zürich

Lektion 11 - Bildanalyse 1: Stark wirkende fremde Bilder analysieren

Wählen Sie vier Bilder von einem anderen Fotografen aus, die eine starke Wirkung auf Sie entfalten. Stellen Sie einem Kollegen diese Bilder vor und erklären Sie ihm, wieso Sie diese Bilder ausgewählt haben. Analysieren Sie anschliessend diese Bilder mit dem Schema des Vier-Augen-Modells.

Herausragende Bilder von Jeanloup Sieff (1933-2000)

Lektion 12 - Bildanalyse 2: Stark wirkende eigene Bilder analysieren

Wählen Sie vier eigene Bilder aus, die eine starke Wirkung auf Sie entfalten. Stellen Sie einem Kollegen diese Bilder vor und erklären Sie ihm, wieso Sie diese Bilder ausgewählt haben. Analysieren Sie anschliessend diese Bilder mit dem Schema des Vier-Augen-Modells.

Stark wirkende Bilder von Niklaus Fringeli